Kennelbach : Ti 2  Ein Thriller wie von Alfred Hitchkock

 
Die Ausgangslage war eigentlich ganz klar:
Bei UTTC Raiffeisen Kennelbach spielen mit Istvan Toth (Nr2.) und Mirsolav Skiensky (Nr.7) , zwei Top Ten Spieler der zweiten Österr. Bundesliga während bei Ti 2 lediglich die  Nummer 1 Domonkos Kovacs  unter den Top Ten aufscheint. Somit war nur noch die Frage zu klären, wie hoch die Niederlage ausfällt.
(Domonkos Kovacs,Bernhard Pilsz,Jaron Edlinger)
Dazu kam dass das tiroler Team 2 Stunden im Stau stand und von Innsbruck nach Kennelbach 4 Stunden brauchte.
Im ersten Spiel traf Domonkos Kovacs auf Miroslav Skiensky und man merkte ihm die lange Anfahrt an. Obwohl er kämpfte machte er ungewöhnliche Fehler, und fand einfach nicht zu seinem Spiel. Er musste sich im fünften Satz geschlagen geben und damit stand es 1:0 für Kennelbach. Die nächste Partie ging trotz sehr gutem Spiel von Bernhard Pilsz  mit 3:0 an Kennelbachs Nr.1 Istvan Toth und es steht 2:0 für Kennelbach. Nun musste Jaron Edlinger gegen Marvin Rist gewinnen. Und er hielt Ti 2 durch einen klaren 3:0 noch im Spiel. (Zwischenergebnis 1:2). Als aber Istvan Toth Domonkos Kovacs klar mit 3:0 besiegt war die Stimmung schon leicht resignierend. Es lief alles auf ein 3:6 für Kennelbach raus. Die Siege von Bernhard Pilsz und Domonkos Kovacs gegen Marvin Rist nutzen nicht wirklich viel, denn beim Stand von 3:5 musste nun Bernhard Pilsz (Nr.19) gegen Miroslav Skiensky (Nr. 7) antreten. Hier durfte man nicht viel  erwarten und Berhard Pilsz fand im ersten Satz nie ins Spiel und verliert ihn  glatt.  Bernhard Pilsz steigert sich jedoch und gewinnt doch einwenig überraschend Satz 2. Im dritten Satz spielt er fantastisches Tischtennis und führt 8:3. Endergebnis 11:8  für den Gegner, das tat weh!!!.
Mit der Wut im Bauch spielt er sich nun in einen Spielrausch , gewinnt den vierten Satz, führt im fünften Satz 6:0 , bekommt vom Schiedsrichter wegen zu viel Emotionen die gelbe Karte verliert kurz die Konzentration (Stand 6:2) um dann auf 10:2  davonzuziehen. Aber er ist nicht in der Lage den "Sack" zuzumachen.
 
10:3 , 10:4 10:5 und die fast ausverkaufte Halle merkt da geht noch was. Laut feuern sie ihren Spieler an. 10:6, 10:7, 10:8. Die Halle tobt, (wir können nicht mehr hinschauen). Kann man ein 10:2 wirklich noch hergeben. Man kann (denn in Tischtennis ist alles möglich) aber man muss nicht. Bernhard  Pilsz macht den entscheidenden Punkt und schlägt sensationell Miroslav Skiensky mit 3:2 und es steht  4:5.
 
Nun lag plötzlich die Möglichkeit eines Unentschieden in der Luft,denn im abschließenden Doppel konnte man sich durchaus berechtigte Chancen ausrechnen.
Jaron Edlinger und Bernhard Pilsz waren nun festentschlossen dieses Spiel zu gewinnen. Leider merkte man im Spiel nichts davon, sie spielten die ersten zwei Sätze alles andere als berauschend und verloren diese. Zumindest im dritten bäumten sie sich auf, aber es half nur bedingt. 9:10 Matchball für Kennelbach. Ab diesem Zeitpunkt  fingen sie an zu spielen, steigerten sich nun um 2 Klassen holten sich noch Satz 3, gewannen Satz 4 und nun gabs den alles entscheidenden 5 Satz.
 
War der Nachwuchsspieler Marvin Rist der Schwachpunkt im Spiel von Kennelbach, so spielte dieser nun "Wahnsinnspunkte" hatte mit Kantenbällen auch noch Glück, und so stand es schnell 8:4 für Kennelbach. Die Zuschauer standen nun wie eine Wand hinter ihren Spielern. Innsbruck  kämpfte aber es stand nun 10:6 für Kennelbach.  Ti3 konnte bei eigenem Service noch auf 10:8 verkürzen, aber nun servierte Kennelbach und machte den Sack nicht zu. 10:10 der pure Wahnsinn Endergebnis 12:10 für Innsbruck. Edlinger/Pilsz gewinnt dieses Doppel 3:2.
Endergebnis: 5:5 
 
Das waren ganz wichtige Punkte gegen den Abstieg und die Freude war  dementsprechend groß!
Kompliment an die Mannschaft, die in dieser Partie nie aufgegeben hat.
 
Quelle (ÖsterreichischerTischtennisverband)